4. "Römischer Spaziergang", vom Largo Argentina zum
Mattei-Palast

Wir treffen uns an der Area Sacra am Largo Argentina. Hier hat man in den Jahren 1926 – 1930 die Ruinen von vier Tempeln ausgegraben, die noch aus republikanischer Zeit stammen. Welchen Gottheiten die Tempel geweiht waren ist nicht mit Sicherheit bekannt. Auf der Westseite des Ausgrabungsbezirks liegt ein großes Podium aus Tuff, die Reste der Curia des Pompejus, in der Caesar ermordet wurde. 

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Über Teile dieser Curia ist das Teatro Argentina erbaut, das im Jahre 1731 eröffnet wurde und eines der ältesten noch bestehenden römischen Theater ist. Hier fand 1816 die Uraufführung einer der erfolgreichsten Opern statt, des Barbiers von Sevilla von Rossini. P7230004.jpg (13878 Byte)


Rechts neben dem Theater biegen wir in die Via del Sudario ein. Links von der Chiesa del Sudario liegt die Casa die Burcardo. Johannes Burkhard, aus Straßburg, war unter mehreren Päpsten Zeremonienmeister des Vatikan und hat uns wertvolle Aufzeichnungen der Regierungszeiten von 1483 – 1506 hinterlassen. Dieses besonders offenherzige Tagebuch vermittelt uns grelle Einblicke auf das Leben am Hof des Papstes Borgia. Er baute sich mitten in der aufblühenden Frührenaissance in der Via del Sudario ein Haus nach deutscher Art.

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Gotische Gewölbe und Fensterreihen überraschen uns. Ein Turm wurde im letzten Jahrhundert abgetragen, womit der päpstliche Zeremonienmeister sein Haus nach der Sitte römischer Adliger des Mittelalters geschmückt hatte. Er trug zur Erinnerung an die Straßburger Heimat des Besitzers oben am Gesims die Inschrift "Argentina", nach ihm wurde dieses ganze Viertel benannt.

 

Die Kirche Sant’Andrea della Valle ist ein Werk des Carlo Maderna. Der Grundstein der Kirche wurde 1591 gelegt. Die hohe zweistöckige Fassade einer weit über den Querschnitt des Kirchenbaus hinausragenden Schauwand, die ihre plastische Lebendigkeit in mehreren Wandschichten entfaltet, hat Rainaldi dann völlig umgestaltet. Kunstgeschichtlich gesehen ist diese Kirche dadurch bemerkenswert, daß sie auch im Inneren eines der frühesten rein barocken Gotteshäuser Roms ist. P7230084.jpg (22859 Byte)

Beeindruckend ist die mächtige Kuppel, die zweitgrößte der Stadt. Lanfranco malte sie 1621 mit einem Paradiesbild aus, es hatte für die Entwicklung des Frühbarock richtungsweisende Bedeutung. In der Apsis Fresken die Domenichino 1624 malte, sie stellen Szenen aus dem Leben der Apostel dar.

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Er schuf auch die vier kraftvollen Gestalten der Evangelisten in den Zwickeln der Kuppel, dessen monumentaler Stil die Ideale der Renaissance wiederaufleben läßt. Puccini hat den ersten Akt seiner Oper Tosca in dieser Kapelle handeln lassen, die der Maler Mario mit Fresken ausmalt, ehe er das wunderschöne Duett mit seiner Geliebten Tosca anstimmt.

 

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